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Verband Deutscher Nachbarschaftsheime

Geschrieben von Robert Götze am .

Ein Verband vollzieht den Wechsel – Die Gemeinwesenarbeit setzt sich durch

Die Vielzahl der nach dem Krieg entstandenen Nachbarschaftsheime und Gemeinweseninitiativen schlossen sich 1951 zum "Verband Deutscher Nachbarschaftsheime" zusammen. Mit der Gründung verfolgten die Mitgliedsorganisationen in erster Linie das Ziel, "die Unabhängigkeit von ausländischer Hilfe" zu erreichen und die Interessen der Nachbarschaftshäuser in der Öffentlichkeit zu vertreten (» http://www.vska.de). Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildungen gehörten weiterhin zu den zentralen Aufgaben des Verbandes. Bereits ein Jahr nach der Gründung erhält die junge Organisation ihre Anerkennung durch die "International Federation of Settlements and Neighbourhood Centres", welche die weltweite Vertretung der Nachbarschaftshäuser darstellt.
Ausgelöst durch die Studentenbewegung und die gesellschaftliche Entwicklung gegen Ende der sechziger Jahre kommt es zu einem strukturellen Wandel im "Verband Deutscher Nachbarschaftsheime". Mit der Satzungsänderung 1969 wird das Aufgabengebiet erweitert. Die wissenschaftliche Forschung zu gemeinwesenrelevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit der Praxisbegleitung kommt hinzu. Gleichzeitig findet eine Umbenennung statt. Der Verband hieß von nun an "Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V.". In den folgenden Jahren meldete sich die neuformierte Vereinigung immer häufiger in sozialpolitischen, gesellschaftlichen und fachlichen Diskussionen zu Wort. Als Publikationsmedium entsteht der "Rundbrief", der zweimal jährlich erscheint und der neben theoretische Impulsen auch Einblick in die gemeinwesenorientierte Praxis gibt.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass gerade die aus dem "Verband für sozial-kulturelle Arbeit" stammenden Erwägungen, Analysen, Konzepte und Projekte die Gemeinwesenarbeit in der BRD wesentlich geprägt haben.


Fragen zum Verband Deutscher Nachbarschaftsheime

  • Die gesellschaftliche Situation der Nachkriegszeit in West-Deutschland wurde maßgeblich durch den Wiederaufbau des zerstörten Landes und den Einfluss der Amerikaner in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft bestimmt. Beschreiben Sie vor diesem Hintergrund, wie es zur Gründung des Verbandes Deutscher Nachbarschaftsheime kam und was für Ziele damit verfolgt wurden.